Gran Canaria 2007 - Reisebericht

Im Süden Gran Canarias Auf der Suche nach einem Urlaubsziel, das auch im Winter warme Temperaturen bietet und in möglichst kurzer Flugzeit zu erreichen ist, kamen wir auf die Idee Gran Canaria als Urlaubsziel ins Auge zu fassen. Bei näherer Betrachtung waren meine Frau und ich schnell überzeugt, dass es diese Insel sein soll. So stiegen wir ins Flugzeug und landeten vier Stunden später dort.
Untergebracht waren wir im Hotel Mogán Princess in Taurito gleich bei Puerto de Mogán. Die vier Sterne Herberge hat einen tollen Ausblick auf den Hafen von Puerto de Mogán und ist ansonsten ganz passabel. Die Sauberkeit der Zimmer und die Auswahl am Büffet sind allerdings verbesserungsbedürftig.
Puerto de Mogán ist sicher einer der schönsten Orte Gran Canarias. Bei der Bebauung legte man Wert auf Erhaltung des ursprünglichen Charakters des Ortes, der noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts nur über einen Eselspfad vom Land her erreichbar war. Wegen der Kanäle, die den Ort durchziehen, wird es heute auch als Venedig Gran Canarias bezeichnet.

Hotel Mogan Princess bei NachtAn Venedig erinnern allerdings nur die Kanäle, ansonsten hat Puerto de Mogán seinen ganz eigenen Reiz mit vielen Läden, Kneipen, Restaurants und Bodegas. In den beiden Wochen, als wir dort waren, spielte jeden Abend eine Jazzband auf dem Hauptplatz. Ob das die Regel ist, weiß ich nicht, schön war es aber auf jeden Fall.
Taurito, das gleich neben Puerto de Mogán liegt, ist ein Ort mit Touristensilos, die alle terrassenartig an den Hang gebaut sind. Auf diese Weise stören diese nicht die Silhouette der Landschaft. Für passionierte Sandstrandfans ist Taurito mangels Strandfläche allerdings nicht geeignet.
Wir waren in der zweiten Märzhälfte auf Gran Canaria und wollten vor allem die Insel erkunden. Wir buchten daher bereits zuhause einen Mietwagen für beide Wochen. Taurito war für diese Erkundungsfahrten rückblickend der ideale Ausgangsort.

Die folgenden Tourbeschreibungen dürfen natürlich gerne zur eigenen Urlaubsplanung verwendet werden und ich freue mich immer über ein Feedback. Die Beschreibungen sind eine Zusammenfassung unserer Ausflüge auf Gran Canaria, die von uns mit dem Mietwagen abgefahren wurden. Wegen der kurvigen Straßen ist der Wille und die Lust zum häufigen Schalten, Bremsen und vielen Kurbeln am Lenkrad erforderlich. Wer das nicht haben will sollte sich besser auf Bus- und Schiffsausflüge verlegen.

Oben rechts: Ausblick im Süden der Insel
Unten links: Unser Hotel bei Nacht


Tourenindex

1. Steile Küstenstraßen im Westen
2. Im Süden, der Küste entlang
3. Durchquerung der Insel von Norden her
4. Zu den Stauseen
5. Doppeltour nach Las Palmas de Gran Canaria
6. Im Binnenland der Insel und Roque Nublo
7. Vom Osten ins Landesinnere
8. Im Norden der Insel
9. Vom Süden etwas ins Landesinnere stoßend



Los Azulejos
Von Weitem zu sehen: Los Azulejos

Los Azulejos
Los Azulejos aus der Nähe

Brandung im Norden Gran Canarias
Brandung in Playa de las Nieve

Die Reste des Dedo de Dios
Die Reste vom Dedo de Dios

Tour Nr. 1 - Steile Küstenstraßen im Westen

Bereits am zweiten Tag unserer Urlaubsreise brachen wir zu einer größeren Tour auf, da uns die Insel einfach zu sehr interessierte. Wir fuhren zuerst nordwärts auf der Straße nach Mogán und dann in Richtung Aldea de San Nicolas. Natürlich stoppten wir bei den Los Azulejos und stiegen zum Fotografieren aus, denn diese bunten Schichtungen in den Felsen sind weithin sichtbar. Auch so ist die Strecke nach San Nicolas immer wieder einen Stopp wert, da speziell auf den Bergpässen bei gutem Wetter tolle Ausblicke geboten sind.
Puerto de la Aldea hat einen sehr netten Hafen und ein paar Fischlokale, von denen uns einige empfohlen wurden. Getestet haben wir aber ehrlicherweise keines.
Weiter ging es dann auf der kurvigen und engen Straße nach Agaete. Diese Straße ist teilweise direkt in die Felsen gebaut und verlangt sehr viel Konzentration, vor allem bei Gegenverkehr. Gott sei Dank gibt es auf der Straße auch Aussichtspunkte mit Parkbucht. Wir stoppten am Mirador del Balcón, einer ausgebauten Aussichtsplattform, die 400m über dem Meer liegt, und konnten die steilen, schroffen Felsen und das ungezähmte Meer genießen.
Auf der weiteren Fahrt stoppten wir immer wieder um die grandiose Landschaft zu betrachten und zu fotografieren.
In Agaete angekommen fuhren wir sofort noch ein paar Kilometer weiter nach Playa de las Nieve. Am dortigen Hafen wollten wir unbedingt den Dedo de Dios (Finger Gottes) sehen, einem schlanken Felsen, der aus dem Wasser senkrecht in die Höhe ragt. Der war nämlich im Reiseführer dick angestrichen. Doch irgendwie konnten wir ihn nicht finden. Außer einem ähnlichen Felssockel war da am Hafen nichts zu sehen [1].
Der Ort und der Hafen Playa de las Nieve waren aber trotzdem recht sehenswert. Der Hafen war angenehm geschäftig und der Ort wirkt organisch und gewachsen. Die Meeresbrandung war dort besonders eindrucksvoll.
Segeln


Touristenströme an der Düne von Maspalomas


Ein bisschen wie Baywatch


Auch normale Touris gibt es in der Düne

Tour Nr. 2 - Im Süden, der Küste entlang

Nachdem wir tags zuvor eine anstrengende Tour hinter uns gebracht hatten, beschlossen wir an diesem Tag etwas weniger km zu fahren. Also brachen wir gemächlicher auf und bewegten uns in Richtung der klassischen Touristenorte Playa del Tauro, Puerto Rico, Maspalomas und Playa del Ingles.
Beeindruckend groß, die Düne von Maspalomas Durch Playa del Tauro und Puerto Rico fuhren wir nur durch, die Touristensilos luden uns wirklich nicht zum Bummeln ein. Wir steuerten dann weiter nach Playa del Ingles, wo wir direkt an der berühmten Düne von Maspalomas einen kostenlosen Parkplatz bekamen. 
Über die beeindruckend große Dünenfläche gingen wir am späten Vormittag zum Strand und sahen dort eine Karawane von  Menschen, die sich zu Ihrem Liegeplätzen bewegte. An den Flanken der Düne gibt es jede Menge Fressbuden, wo wir uns etwas zu Essen kauften.
Danach hatten wir genug vom Massentourismus, vollen Stränden und dicken Wänsten. Wir beschlossen ins Hotel zurück zu fahren und dort auf dem Balkon die Sonne zu genießen.


Bild: Beeindruckend groß, die Düne von Maspalomas


Katedrale in Arucas
Die Katedrale von Aruca

Im Norden Gran Canarias
Nebel im Norden der Insel

Straßen in Aruca
Straßen in Aruca

Tour Nr. 3 - Durchquerung der Insel von Norden her

Nachdem das Wetter an diesem Morgen in Puerto de Mogán  strahlend blau war, beschlossen wir die Insel zu durchqueren. Wir fuhren zuerst 1½ h über die Autobahn, vorbei an Las Palmas nach Arucas, wo der Himmel aber schon bedeckt war. Die bekannte Kathedrale von Aruca wirkt aus etwas Entfernung ein bisschen wie der Kölner Dom und ist bei näherer Betrachtung recht eindrucksvoll, und das auch innen.
Die Stadt selbst hat schöne Gassen, Straßen und Häuser, die einen längeren Aufenthalt wirklich lohnten. Neben öffentlichen Galerien mit Fotografien und Skulpturen fanden wir einen schönen Park mit großen Plastiken und exotischen Pflanzen.
Danach brachen wir auf ins Landesinnere, wo wir zuerst Firgas ansteuerten. Der Ort ist wegen seines Mineralwassers auf der Insel bekannt. Neben einer großen Wasserkaskade mit prächtigen Azulejos gibt es dort aber wenig zu sehen und so ging es relativ schnell weiter ins Gebirge. Wir passierten die Orte Firgas und Fontanales und stiegen immer weiter in die Höhe. Auf ca. 1.400 m über NN fuhren wir in den  dicksten Nebel und die Temperaturen waren nicht mehr T-Shirt tauglich. Als wir wieder bergab fuhren lichtete sich der Nebel und wir konnten wenigstens ein bisschen von der Landschaft erahnen. Die Vegetation roch intensiv nach Latschenkiefer und ein bisschen alpine Gefühle kamen in uns auf. Sogar den Roque Nublo konnten wir kurz sehen, als eine Wolke den Blick freigab.
In Artenara gibt es ein Monument, das an das UN Weltkulturerbe (die Landschaft) erinnert, es steht praktischerweise auf einer Erhebung und hat dazu noch einen Parkplatz. Das veranlasste uns dort auszusteigen und neben dem Monument auch die Stadt von oben zu besichtigen.
Um so weiter wir in  den Süden der Insel vorstießen desto mehr lockerte die Bewölkung auf und ich stoppte den Wagen immer öfter, um die tolle Landschaft zu fotografieren. Am Embalsa de Cueva de las Ninas strahlte dann die abendliche Sonne und wir fuhren weiter über Serpentinen nach Mogán,  wo uns das Abendessen schon erwartete.

Das Wetter in Gran Canaria kann nicht einheitlich dargestellt werden. Vom Norden her ziehen Wolken und drücken gegen das Gebirge, sodass es im Gebirge und im Norden oft bewölkt ist. Im Süden hingegen gibt es meist blauen Himmel mit ein paar Wolken. Die Vegetation ist im Norden wegen der höheren Luftfeuchtigkeit natürlich grüner und daher sitzt dort auch der Großteil der Landwirtschaft. Der Süden ist trockener und schroffer, aber für den klassischen Badetouristen besser geeignet, weshalb sich der Massentourismus überwiegend im Süden und Osten tummelt.

Stausee auf Gran Canaria
Stausee auf Gran Canaria

Playa del Tasarte
Playa del Tasarte

Tour Nr. 4 - Zu den Stauseen

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir früh nach Arguineguin, um von dort auf der GC-505 ins Landesinnere zu fahren. Die Strecke, die zuerst durch ein ausgetrocknetes Flusstal führte und nach einigen Kilometer an der Talflanke aufstieg, war landschaftlich sehr beeindruckend. Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt (mit Pausen) erreichten wir Soria und den dortigen Stausee. Der Embalsa de Soria ist der größte Stauseee der Insel.
Da uns die Landschaft so gut gefiel, wollten wir weiterfahren bis Ayacata, doch die Straße dorthin ließ uns ziemlich schnell wieder umkehren. Die Schotterpiste mit Schlaglöchern und großen Steinen machte eine Fahrt im PKW nicht wirklich zum Genuss. Es war die einzige Straße auf Gran Canaria, die einen Geländewagen notwendig gemacht hätte.
Wir entschlossen uns dann, nach Baranquilo Andrés zurückzufahren, um an den bereits gesehenen Azulejos vorbei nach Playa del Tasarte zu kommen. Um dorthin zu kommen muss man durch das Barranco del Tasarte fahren, welches mit Folienplantagen zugepflastert ist. Nicht unbedingt schön anzusehen, aber offensichtlich sehr fruchtbar, den zu unserer Zeit gab es dort schon reife Melonen und Tomaten.
Der Strand von Playa del Tasarte war dagegen zweifelsfrei schön. Kies- und Steinstrand, umrahmt von Felswänden wirken beeindruckend. Dazu kam eine Bar, die zu günstigen Preisen frischen Fisch, aber auch leckere marinierte Tomaten anbot.

Reisetipp: Speziell im Südwesten der Insel gibt es mehrere Stauseen, die vor allem der Trinkwassergewinnung dienen. Einige dieser Seen wie z.B. der „Embalsa de las Ninas“ sind gut zugänglich und haben direkt am Ufer einladende Erholungsgelände. Bitte unbedingt beachten, dass Baden dort verboten ist.

Copacabana auf Gran Canaria
Die Copacabana von Las Palmas -  Playa de las Canteras
 
Casa de Colon
Casa de Colon

Casa de Colon
Innenhof im Casa de Colon

Mercado Central
Fruchtiges in den Markthallen des Mercado Central

Kathedrale in Las Palmas
Die Kathedrale von Las Palmas

Tour Nr. 5 Doppeltour nach Las Palmas de Gran Canaria

Aufgrund der Größe der Stadt entschieden wir uns, zweimal dorthin zu fahren. Wir steuerten beim ersten mal Catalina im Norden und beim zweiten mal die Altstadt und Triana an.

Catalina

Von unserem Parkhaus am Plaza de Espana liefen wir zuerst in östliche Richtung zur Hafenpromendade. Wir nahmen auf dem Weg die große Markthalle, den Mercado Central, natürlich mit ins Programm auf und staunten über die Vielfalt der angebotenen, frischen Obst- und Gemüsesorten.
Die Hafenpromenade gab sich großzügig und aufgeräumt. Kriegs- und Handelsschiffe verschiedenster Größe hatten angelegt und machten entsprechend Eindruck auf Süßwassermatrosen wie wir es sind. Natürlich suchten wir auch das dortige Freizeitzentrum El Muelle auf, das mit Shopping- und Freizeitangeboten aller Art lockt. Nachdem für uns kein Bedarf an Klamotten oder Ähnlichem bestand, ließen wir außer ein paar Euros für belegte Brote und Limonade kein Geld dort. Nur ein paar Meter weiter befindet sich die kleine Stadtfestung Castillo de la Luz, die zurzeit restauriert wird.
Ein richtiger formidabler (Sand-) Badestrand mitten in der Großstadt? Etwas Überraschung machte sich breit, als wir am Playa de las Canteras ankamen. Trotzdem gefiel uns dieser Strand am Anschluss zur Großstadt, denn hier treffen Geschäftsleben und Freizeitvergnügen so unvermittelt und direkt aufeinander.

Altstadt und Triana

Von der Stadtautobahn Parque San Telmo aus steuerten wir direkt ein Parkhaus am Teatro Galdós an, das für unsere Tour sehr zentral gelegen war. Von dort aus gingen wir über die Carretera del Centro und steuerten die Altstadt an. Wir kamen in einen Regenschauer und retteten uns in die nette Bar „Tagoror“, wo wir etwas zu uns nahmen und den Regen vorbeigehen ließen. Wir zogen durch die sehr schöne historische Altstadt am Dom vorbei, den wir nur von außen besichtigten.
Sehr beeindruckt hat uns das Casa de Colón, das einst von Columbus aufgesucht worden sein soll, als er 1492 nach Amerika unterwegs war. Hier erhält man umfassenden und fundierten Einblick über die frühe Kolonialpolitik Spaniens und das Haus selbst hat ein tolles Ambiente. Der Eintritt ist übrigens frei. Weiter ging es dann nach Triana, das als Stadtteil wohl mehr geschäftsorientiert ist. Hier kommen all jene auf Ihre Kosten, die gerne shoppen gehen. Eine lange Fußgängerzone mit Läden und Kaufhäusern ließen auch uns etwas bummeln und Schaufenstergucken. 
Der Parque de San Telmo, mit der Kapelle und einem Jugendstilkiosk gefielen durch ihren gemischten Charme aus tropisch und abendländisch.
Bild: Der Jugendstilkiosk im Parque San Telmo

Traumhafte Ausblicke vor Ayacata
Traumhafte Ausblicke vor Ayacata

Ausblick nach Las Palmas vom Roque Nublo aus gesehen
Ausblick nach Las Palmas vom Roque Nublo aus gesehen

Riesenkiefern bei Cueva GrandeRiesenkiefern bei Cueva Grande
Riesenkiefern bei Cueva Grande

Tour Nr. 6 - Im Binnenland der Insel und Roque Nublo

Von der Autobahnausfahrt bei Maspalomas fuhren wir die G60 nach San Bartolomé de Tirajana. Auf dieser Strecke liegt der Mirador de Fataga, ein toller Aussichtspunkt, den wir natürlich unbedingt mitnehmen mussten. Von dort aus kann man das Meer und Playa del Ingles sehr gut überblicken.
Weiter ging es nach Ayacata, wobei wir immer wieder stoppten, um die Landschaft aufnehmen zu können. Unterhalb des Roque Nublo bekamen wir glücklicherweise einen richtigen Parkplatz  und konnten zu Fuß sofort mit dem Aufstieg beginnen.
Blick auf den Roque Nublo und den Mönch Nach etwa 40 Min. Bergsteigen erreichten wir das Plateau des Roque Nublo, der Felsen des Roque ist nur für Extremkletterer zu besteigen. Leider war das Wetter etwas Wolkenverhangen, aber der Ausblick dort oben war trotz alledem beeindruckend.
Auf der Landstraße fuhren wir dann weiter in Richtung Cueva Grande und machten dann Pause in einem Kiefernwald. Etwas erschöpft machten wir nach einer Brotzeit kehrt und fuhren dann zurück ins Hotel.

Bild: Blick auf den Roque Nublo und den Mönch

Besteigen des Roque Nublo

Dieser Berg ist wegen seines aufgesetzt wirkenden Felsblocks der markanteste, wenn auch nicht höchste Berg der Insel. Die Besteigung ist selbst für „Flachlandtiroler“ kein Problem.
Von Ayacata aus auf der GC-600 zum Parkplatz auf dem Pass fahren. Von dort aus geht ein leicht felsiger Trampelpfad in ca. 40 Min. auf den Roque Nublo. Der Höhenunterschied vom Parkplatz zum Gipfel beträgt etwa 100m.
Eine winddichte Jacke und einen Pulli sollte man auf jeden Fall mitnehmen. Bergstiefel sind nicht erforderlich, geschlossene Schuhe allerdings ratsam.

Agüimes
Schöne Gassen in Agüimes


Einfach so zu besichtigen: Die Kirche in Santa Lucia

Tour Nr. 7 - Vom Osten ins Landesinnere

Über die schon bekannte Autobahn GC-1 fuhren wir an diesem Tag nach Agüimes Dieser Ort ist sehr schön hergerichtet, sauber und fällt durch eine angenehme Ruhe auf. Viele Bronzeplastiken zieren die Straßen und der Hauptplatz verströmt mit Cafés und Läden ein nettes Flair.
Weiter fuhren wir dann nach Santa Lucia. Dort gibt es eine große Zahl klassischer, weiß gestrichener Häuser. Die modern gestaltete Kirche konnten wir problemlos besichtigen und der Ort scheint recht belebt zu sein. Nach dem wir dort in einem Lokal eine Kleinigkeit zu uns genommen hatten fuhren wir zum Embalsa de Tirajana, einem Stausee, der wir die Anderen auf der Insel halb leer war. Nach dem trockenen Winter 2006/07 war das aber auch kein Wunder.
Nur wenige Kilometer weiter liegt die Fortalezza Grande, das letzte Rückzugsgebiet der Altkanarier (Guanchen) der Insel. Wir umfuhren den beeindruckend großen ausgehöhlten Felsen, gingen aber sicherheitshalber nicht in eine der Höhlen.

Kathedrale in Teror
Katedrale in Teror


Kunst in Teror

Tour Nr. 8 - Im Norden der InselBlick in die Ferne am Punta di Sardina

Nach mehr als eineinhalb Stunden Autofahrt kamen wir in Punta de Sardina, dem nordwestlichsten Punkt der Insel an. Inmitten einer kargen felsigen Landschaft mit tosender Brandung fanden wir dort den bekannten Leuchtturm. Beeindruckt genossen wir das Meer und den Umstand, dass weit und breit keine Menschenseele zu sehen war.
Wir fuhren dann weiter nach Teror (nicht Terror ;-) und bekamen dort von einem wohl selbsternannten Parkwächter einen Parkplatz an der Straße zugewiesen (Der wollte nicht mal was dafür haben). Der Ort Teror mit seinen stilvoll gepflegten Häusern ist sehr schön. Die berühmte Wallfahrtskirche konnten wir leider nur kurz besichtigen, da wir wegen der anstehenden Siesta nach schon nach ein paar Minuten hinaus komplimentiert wurden.
Unbeeeindruckt davon steuerten wir die nächste Bar an, aßen dort ein paar Bocadillos und sahen uns anschließend den Rest der schönen Stadt an.
Wir fuhren weiter über Vega de San Mateo und Santa Brigida zum Pico de Bandama. Leider machte das Wetter nicht mehr so recht mit. Immer wieder fuhren wir unter dicken Wolkendecken und teilweise regnete es. Die Aussicht vom Pico de Bandama wäre sicher großartig, wenn das Wetter stimmt, doch so konnten wir etwas von Las Palmas durch die Wolken sehen und der Rest der Insel war im Nebel .
Etwas enttäuscht steuerten wir anschließend die Autobahn an und fuhren dann in etwa einer Stunde zurück nach Puerto de Mogán.

Bild: Leuchtturm in Punta Sardina


Gran Canaria wie im Bilderbuch - Palmen und blauer Himmel

Tour Nr. 9  - Vom Süden etwas ins Landesinnere stoßend

Am letzten Tag vor unserer Abreise hatten wir eigentlich unser geplantes Programm abgespult und entschieden uns noch für einen kleinen Ausflug ins Landesinnere. Von Masplaomas aus fuhren wir die GC-503 nach Ayagaures und konnten von der Straße aus tolle Ausblicke in das steile Tal hinein genießen. In Ayagaures gibt es einen beeindruckenden Staudamm, den wir uns dann etwas genauer ansahen. Eigentlich wollten wir dann über die GC-504 zurückfahren, das war aber wegen einer Straßensperre nicht möglich.

Autofahren auf Gran Canaria

Die Insel hat einen maximalen Durchmesser von nicht einmal 50 km. Trotz der geringen Ausdehnung muss man aber lange Fahrzeiten einplanen, da sich die meisten Straßen mit vielen Kurven und Serpentinen ziehen.
Alle gängigen Straßen auf Gran Canaria sind heute befestigt und asphaltiert. Der Hinweis in älteren Reiseführern, man solle unbedingt einen Geländewagen mieten, ist damit nicht mehr gültig. Es gibt nur noch wenige Straßen für die ein Geländewagen ratsam wäre, und die dürfen meist sowieso nicht befahren werden. Empfehlenswert ist es aber in jedem Fall ein stärker motorisiertes Fahrzeug zu nehmen, da wegen der genannten Kurven häufiges Bremsen und Beschleunigen erforderlich ist. Ein paar PS mehr unter der Haube ermöglichen schnelleres Fortkommen und schonen die Nerven.
Horizont in Gran Canaria
[1] Wir erfuhren später, dass der Dedo de Dios von einem Sturm im vergangenen Winter abgebrochen wurde und jetzt in den Tiefen des Meeres liegt. Das was wir sehen konnten war nur noch der Sockel.

[2] Es gibt unterhalb des Roque Nublo nur einen kleinen offiziellen Parkplatz, auf dem meist nur früh am Morgen Plätze zur Auswahl stehen. Ansonsten kann man aber entlang der Straße parken.

Interessante Links:
http://www.grancanaria.com/patronato_turismo/index.php?id=289
http://www.spain-grancanaria.com/d/index.html

http://www.sonneninsel-gran-canaria.de/blog/category/orte/teror/



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